Eberswalde-Roman – Lesung mit Musik

Hervorgehoben

DAS BISSCHEN ZEUG ZUR EWIGKEIT   Osburg Verlag 2013

Donnerstag, 24. April 2014 um 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) im EXIL, Am Bahnhof Eisenspalterei

mit Schortie Scheumann und Pitty Piatkowski (git.) in Anwesenheit von Wilhelm Bartsch, bebildert von Günther Rinnhofer

Die Erlebnisse von Franz Florschütz in der Heimatstadt des Autoren Wilhelm Bartsch fügen sich zu einer gesellschaftlichen Zustandsbeschreibung der Nachkriegszeit, in der die Russen allgegenwärtig sind und über alles vor 45 beharrlich geschwiegen wird, und stehen beispielhaft für die damaligen Konfliktlinien, die zwischen Ost- und West verlaufen und doch eher zwischen den Generationen während einer großen Jugend- und Kulturrevolution.

Hier eine Hörprobe.

19. April 1943 – gestern vor 71 Jahren begann der Warschauer Ghettoaufstand

Am 19. April 1943 erhoben sich unter dem Kommando von Mordechai Anielewicz jüdische Widerstandsgruppen gegen die drohende Liquidation des Warschauer Ghettos. Das im Oktober 1940 eingerichtete Ghetto war das größte Sammellager dieser Art und ab Juli 1942 auf Befehl Heinrich Himmlers durch Deportation der Insassen in die Vernichtungslager schrittweise aufgelöst worden. Während der vier Wochen andauernden Kämpfe leisteten die Ghettobewohner den deutschen Truppen erbitterten Widerstand und fügten ihnen schwere Verluste zu. Umgekehrt wurden mehr als 56.000 Juden getötet oder in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Am 16. Mai erklärte die SS die Kämpfe für beendet, brannte das Ghetto nieder und ermordete die Überlebenden. Nur wenigen gelang die Flucht. (Jüdische Allgemeine vom 19.04.2013)

In Eberswalde erinnert der Neue Blumenplatz, benannt nach dem Gedicht  »Campo dei Fiori« von Czesław Miłosz, daran. Auch dort blühen gerade die Narzissen. Narzissen dienen heute der gemeinsamen Erinnerung in Warschau.

Die Nazis von Nebenan – Nazistrukturen im Barnim – 16.4 / 19 Uhr / Studiclub

Am NPD-Stand auf dem Markt, im Regio und in der Mensa. In Cottbus,
Wittenberge, aber auch in Eberswalde und Umgebung sind Nazis unterwegs.
Gerade zur bevorstehenden Landtagswahl in Brandenburg und im Kontext der
aktuellen, rassistischen Anti-Asyl-Bewegung sind sie gehäuft anzutreffen.
Um über das „Who is Who?“ der Nazistrukturen im Barnim zu informieren
bietet die afie [antifaschistische initiative eberswalde] am 16.4. um 19.00
Uhr zusammen mit dem dem apabiz e.V. einen Vortrag im Studiclub an.
Kommt zahlreich, bleibt antifaschistisch.

Knotunknot – lösen und verbinden, eine soziale Choreographie von Dana Caspersen und William Forsythe

Immigration – Wo stehen Sie? – Wie sind Sie dahin gekommen?

Sonntag, 23. März ab 14.00 Uhr in der REKI-Sporthalle / Finowtalhalle, Schorfheidestraße 30, 16227 Eberswalde (Brandenburgisches Viertel)  

verbindliche Anmeldung: tolerantes_eberswalde@web.de, Tel.: 0163/4454711, Facebook

The Forsythe Company: www.theforsythecompany.com

Dana Caspersen und William Forsythe gehören zu den wichtigsten Akteuren der zeitgenössischen Kunst- und Kulturszene Europas. Ihr Werk löst die Choreographie aus einem klassischen Verständnis und verleiht ihr Dynamik. Dazu gehört auch der Schritt über Grenzen in andere Bereiche der Gesellschaft. Knotunknot ist eine soziale Choreografie, die Dana Caspersen und William Forsythe vor drei Jahren in Frankfurt am Main erstmals aufgeführt haben. Im März macht sie neben Eberswalde auch in Berliner Stadtteilen Station.

Mit Knotunknot kommt es zu einem freundschaftlichen Schulterschluss der Menschen im Quartier mit Kunst und Stadtentwicklung.

Im Gegensatz zu einem Nachbarschaftsfest sind die Beteiligten viel stärker Akteurin und Akteur als Zuschauerin und Zuschauer. Wir wecken die Neugier aufeinander und wandeln diese in Aufmerksamkeit füreinander um.

Der Ablauf:

Teil Eins   Positionen

Die Mitwirkenden bewegen sich durch einen dreieckigen Raum, sammeln und ordnen sich immer wieder neu in Antwort auf eine Reihe von Fragen nach ihren Einstellungen zu Immigrationsaspekten. Die resultierenden Anordnungen hängen, wie auch gesellschaftliche Aufstellungen, von individuellen Lebensgeschichten, Glaubenssystemen und Zugehörigkeiten ab – den subtilen Kräften, die Gesellschaften über einen langen Zeitraum hinweg prägen.

Teil Zwei   Gespräche

In einem benachbarten Bereich werden die Mitwirkenden an 25 quadratischen Tischen in Vierergruppen zu äußerst strukturierten Gesprächen eingeladen. Die Fragen, die zu diesen Gesprächen führen, erkunden: Welche Erfahrungen haben sich mit Wanderung / Zuwanderung? Welche Standpunkte vertreten Sie?

Teil Drei   Knotunknot / Recode

Die gestalterische / künstlerische Arbeit Knotunknot / Recode entsteht aus der formal räumlichen Übersetzung des sozialen Choreographie Knotunknot.

Übersetzt werden die Sprachräume zwischen den Beteiligten, das heißt, sichtbar wird der sich jeweils zwischen vier Mitwirkenden an einem Tisch bildende Zwischenraum. In diesem Zwischenraum ist das Verhältnis der Mitwirkenden zueinander aufgehoben (im doppelten Sinn): In der Bewegung aufeinander zu oder voneinander fort. Der Zwischenraum und die Linien, die den Zwischenraum gleichermaßen begrenzen und zerteilen, erweisen sich als untrennbar miteinander verwoben: knotunknot.

In der sozialen Choreographie sind die Sprachräume festgelegt: das Sprechen, das Zuhören, die Zeit, die Reihenfolge. Damit ist bestimmt, wo die Begrenzungen laufen, innerhalb derer das Miteinander-Sprechen sich ordnet.

In der künstlerischen Umsetzung werden die Sprachräume, wie sie sich aus der Choreographie ergeben, recodiert und damit als Zwischenraum sichtbar.

Mach mit! / Machen Sie mit! – am 17. März beim Frühlingsfest mit dem THEATER DIREKT und am 23. März bei Knotunknot (- lösen und verbinden), einer sozialen Choreographie zu Immigration mit Dana Carpersen (The Forsythe Company)

Ich warte in diesem Jahr mit einigen Überraschungen auf. Was das heißt?

Nun, es wird nicht langweilig und deshalb ganz angenehm. Also lasst euch / Lassen Sie sich auf die Themen Immigration und Zusammenleben in Eberswalde ein.

 

Frühlingsfest des Runden Tisches “Willkommen in Eberswalde” am Montag, den 17. März von 14.00 – 17.00 Uhr. im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße

Wir laden alle Eberswalder/innen zum Frühlingsfest ins Brandenburgische Viertel ein. So wollen wir eine Möglichkeit der Begegnung zwischen Einheimischen und nun in Eberswalde lebenden Flüchtlingen bieten. Es wird eine Hüpfburg geben und Kinderbeschäftigung, Basteln und Trommeln. Wer kommt, kann gern Kuchen mitbringen, zudem wird eine große Reispfanne zubereitet. Der Bürgermeister eröffnet die Veranstaltung.

Als Höhepunkt kündige ich hier das Spiel THEATER DIREKT um 15.00 Uhr an. Alle sind eingeladen, gemeinsam eine Geschichte zu entwickeln und sofort mitzuspielen. Das klappt ganz sicher und ist diesmal besonders interessant, weil die Vielfalt der Erzählungen garantiert ist. Sprachhürden werden dabei zu Lapalien.

Etwa 100 Flüchtlinge, die Hälfte davon Kinder, leben derzeit in unserer Stadt, 35 Flüchtlinge im Wohnverbund im Brandenburgischen Viertel.

 

KNOTUNKNOT – lösen und verbinden, eine soziale Choreographie von Dana Caspersen (The Forsythe Company)

am Sonntag, den 23. März ab 14.00 Uhr in der REKI-Sporthalle / Finowtalhalle, Schorfheidestraße 30 im Brandenburgischen Viertel (kostenfrei)

Große Kunst trifft auf Alltag. Das Ballett steigt von der Bühne. Dana Caspersen (The Forsythe Company) sammelt und ordnet mit uns Fragen zum Thema Immigration.

Sonst bei bei einem in Europa überaus bekannten zeitgenössischen Tanzprojekt engagiert, überträgt Dana Caspersen Struktur und ästhetische Klarheit auf die nachbarschaftliche Begegnung. Jede und jeder kann mitmachen.

Keine Angst, ihr müsst / Sie müssen nicht tanzen. Lasst euch / Lassen Sie sich bewegen und auf ein Dialoggerüst ein, das hilft sich gegenseitig zuzuhören.

100 Menschen können dabei sein. Anmeldung bitte recht schnell an Kai Jahns, tolerantes_eberswalde@web.de, Tel. 0163/4454711.

Hier ein Artikel von Sabine Schulz aus dem Märkischen Sonntag.

Fernsehen

Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen ALLE.- Ja, ich schaue Fernsehen, so ganz aus Langeweile kurz vor dem Schlafengehen.

Gestern hat Günther Jauch in der besagten Show dem Verein AMCHA zu einer Spende von 20.000 Euro verholfen. Das nenne ich mal sinnvolle Unterhaltung.

AMCHA Deutschland unterstützt das gleichnamige “Israelische Zentrum für psychosoziale Hilfe für Holocaust-Überlebende” und engagiert sich für die nichtmaterielle, psychosoziale und präventiv ausgerichtete Unterstützung für Überlebende des Holocaust.

Die Stadt Eberswalde ist Partner von AMCHA Deutschland. Hier eine Info darüber.

So ein Theater ….

Wie erreicht man die Menschen, und regt sie an nachzudenken. Politik etwa erschöpft sich offensichtlich in Verirrungen und Täuschungen  – keine höheren Steuern und so weiter …

Theater gibt sich da weniger Illusionen hin. An die Pappgewehre …

Hier drei aktuelle Empfehlungen und jeweils eine mich damit verbindende Person:

Und in der ARE +7 Mediathek seit gestern der Spielfilm EIN TICK ANDERS mit Steffen Shorty Scheumann in einer Nebenrolle. – Eva hat Tourette – aber Tourette hat nicht Eva!

Ein glückliches neues Jahr für ALLE und viel Gesundheit und Schaffenskraft.

Abrechnungen und Anträge bestimmen bei mir den Januar. Ich freue mich auf ein mit vielen Vorhaben dicht bepacktes Jahr.

Es wird viele Aktivitäten im Brandenburgischen Viertel und um das Brandenburgische Viertel geben. Dort liegt in diesem Jahr ein Schwerpunkt der Arbeit der Koordinierungsstelle, jedenfalls deutet sich das an.

Schon im Januar startet das Theaterprojekt “Omas liebste Katze” im Hort Kinderinsel. Dabei geht es mit den Kindern dort um Familienerzählungen. Eine Förderung erfolgt vom Bundesverband Freier Theater e.V. im Programm “tanz und theater machen stark” im Rahmen des Förderprogramms “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Und das aktuell wunderbar warme Wetter lässt die Sehnsucht nach dem richtigen Frühling steigen. Ich hoffe, wir sehen uns dann auf dem Neuen Blumenplatz und können über das Gedicht von Czesław Miłosz reden, das dem Platz seinen Namen gab, und über die Erinnerungskultur in Eberswalde und über alle bewegenden Dinge sonst. Hier der Link zu einem aktuellen Artikel über den Platz.

Kai Jahns

Gedenken und Lesung am 23. Todestag von Amadeu Antonio, Freitag, 06.12.2013, 17.00 Uhr

Vergessen, griechisch: Amnesie, ist Nicht-Gedenken.
Erinnern als eine Stärkung im Kampf gegen diskriminierende Gewalt, ist wohl die beste Art, die zu ehren, die wegen Rassismus nicht mehr unter uns sind.
Gedenken und Lesung am 23. Todestag von Amadeu Antonio
Freitag, 06.12.2013, 17.00 Uhr
an der Gedenktafel, Eberswalder Str. 26, 16227 Eberswalde
Gegen das Vergessen – für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft aller Menschen.
Offener und alltäglicher Rassismus, seine Leugnung und Bagatellisierung verwirren und
verletzen weiterhin zahlreiche Menschen. Wir wollen die Aufgabe, das immer noch tödliche Phänomen Rassismus zu thematisieren und zu seiner Überwindung beizutragen,
nicht vergessen.
Nach dem Gedenken sind wir in die Räume des Afrikanischen Kulturvereins Palanca e.V., Coppistraße 1-3, 16227 Eberswalde eingeladen:
Begegnungen und Gespräche bei Essen und Trinken und um
18:30 Uhr: „Die Farbe meiner Haut. Die Anti-Diskriminierungs-Trainerin erzählt“,
Lesung mit ManuEla Ritz, musikalisch begleitet von dem Cellisten Sonny Thet.
Eintritt und Essen sind frei, Spenden willkommen.

Nazipropaganda gegen Flüchtlinge zündet bisher kaum.

Gestern hat die Barnimer NPD mit Berliner Unterstützung versucht gegen eine für Flüchtlinge vorgesehene Unterkunft in Zepernick zu hetzen. 200 Menschen aus dem Barnim stellten sich dem entgegen. Mehr dazu und weitergehende Kommentare sind in einem Artikel der Potsdamer Neuesten Nachrichten zu lesen.

Hier will ich Teile einer Presseveröffentlichung des Landkreises Barnim zur Unterbringung von 20 Flüchtlingen in Zepernick anlässlich eines Gesprächs mit Gemeindevertreter/innen vom 8. November wiedergeben:

Das seit einiger Zeit leerstehende aber bereits sanierte Gebäude im Zentrum der Gemeinde, das ehemals als Gast- und Beherbergungsstätte genutzt wurde, verfügt über insgesamt 10 Zimmer auf zwei Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich eine geräumige Küche. Der großzügige Eingangsbereich eignet sich sehr gut als Gemeinschaftsraum. Auf jeder Etage befinden sich jeweils zwei Bäder.  Zudem gibt es einen Hauswirtschaftsraum.

Silvia Ulonska lobte die ausgezeichnete Infrastruktur der Gemeinde. „Einkaufsmöglichkeiten und Einrichtungen zur medizinischen Versorgung sind gut zu erreichen. Es gibt Kindertagesstätten und eine Grundschule. Auch die Erreichbarkeit der Städte Eberswalde, Bernau und Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gegeben. Die Menschen können am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sind nicht isoliert.“