Kulturelle Bildung im Sommer & Herbst 2016

Im Sommer & Herbst 2016 konnten wir zahlreiche Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche im Exil machen. Gemeinsam mit dem Kanaltheater wurden diverse Künstler für Workshops mit Kindern & Jugendlichen eingeladen, so:

AKTUELL NOCH OFFEN:

ab 26.10.2016 immer mittwochs 14.30-16.30 Uhr Band- und Musik-Workshop für Kinder ab 10 Jahren mit dem musikalischen Leiter des Kanaltheater Ansgar Tappert
(gefördert von der Plattform Kulturelle Bildung des Landes Brandenburg)
bei Interesse melden unter: info@kanaltheater.de

RÜCKSCHAU:

Juni 2016: Puppenbauworkshop für Kinder & Jugendliche mit Niklas Loycke von
DAS HELMI (gefördert von der Plattform Kulturelle Bildung des Landes Brandenburg)

29.8.-2.9.16: Lieblingsessen – Ferientheaterwoche mit dem Team des  Kanaltheater (gefördert vom Programm ‘tanz und theater machen stark’)


 

 

 

 

 

 

(Fotos: Werner Groß)

12.+13.11.16 Theater ist mehr als Sprache – Kostümworkshop mit den Kostümbildnerinnen des Kanaltheater: Lea Walloschke & Lena Buchwald,

(gefördert von der Plattform Kulturelle Bildung des Landes Brandenburg)

(Foto: Torsten Stapel)

Vom Kampf gegen Mafien für den Kampf gegen Rechtsextreme lernen

Zivilgesellschaftliche Initiativen fordern Einführung eines juristischen Systems nach italienischem Vorbild bei der geplanten Reform der Vermögensabschöpfung

Berlin, 10. November. Die Amadeu Antonio Stiftung, Echolot e.V. und weitere Organisationen fordern die Bereitstellung beschlagnahmter Immobilien für lokale demokratische Initiativen vor Ort. Denn: in Italien hat sich die zivilgesellschaftliche Umnutzung von beschlagnahmten Mafia-Immobilien als nützliches Instrument der Prävention und Bekämpfung organisierter Kriminalität bewährt.

Vom 10.11. bis 11.11.2016 fand in der Amadeu Antonio Stiftung und der Humboldt-Universität zu Berlin die Abschlusskonferenz des EU-geförderten Projekts Creating Public Spaces – Öffentliche Räume für demokratische Kultur schaffen! statt. Es wurden die positiven Erfahrungen aus Italien und die Frage, wie sich diese auf andere Länder übertragen ließen in drei Workshops zur Diskussion gestellt. Bei der großen Abschlusskonferenz im Auditorium Maximum der Humboldt Universität Berlin, auf der sowohl die Ergebnisse der Workshops, als auch die Ergebnisse des gesamten Projekts präsentiert und gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteur_innen und Politiker_innen aus Deutschland und Italien diskutiert werden, wurde u.a. auch das Exil Eberswalde als Bespiel der Umnutzung einer Immobilie, die vormals Staatlichem Gewaltmissbrauch diente,  vorgestellt.

Die offizielle Anhörung zum Gesetzentwurf zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung des Deutschen Bundestags (BT Drucksache 18/9525) findet am 23.11.2016 statt. Prof. Dr. Martin Heger vom Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Europäisches Strafrecht und Neuere Rechtsgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, der auch als Partner am Projekt Creating Public Spaces beteiligt ist, wurde für diese Anhörung als Sachverständiger nominiert.

Die Stellungnahme wurde maßgeblich im Rahmen des EU-geförderten Projekt Creating Public Spaces – best practice in the re-use of confiscated property entwickelt – ein Projekt der Landesregierung Kalabrien, des Vereins Antigone – Osservatorio sulla ‘ndrangheta (Reggio Calabria), des Echolot – Projekte für Zivilgesellschaft, gegen Mafien e.V. (Berlin), der Amadeu Antonio Stiftung (Berlin), sowie den assoziierten Projektpartnern Humboldt Universität zu Berlin (Lehrstuhl Prof. Martin Heger) und der Universität Roma Tre “La Sapienza”.

Für Rückfragen und Interviewanfragen:
Benno Plassmann | b.plassmann(at)echolot-verein.de | www.creatingpublicspaces.de

 

Die Koordinierungsstelle für Toleranz und die Bürgerstiftung Barnim Uckermark unterstützen die 30. Bundestagung Theaterpädagogik, die vom 28.-30. Oktober 2016 in Eberswalde stattfindet.

100 Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen aus dem ganzen Bundesgebiet treffen sich am nächsten Wochenende in Eberswalde, um sich über die Theaterarbeit mit Geflüchteten auszutauschen. Es werden Theater- und theaterpädagogische Projekte vorgestellt. Siehe auch www.butinfo.de/bundestagung.

Folgende Beteiligungsmöglichkeiten für Einwohner/innen der Stadt Eberswalde gibt es im Rahmen des Zusammenwirkens mit dem Bundesverband Theaterpädagogik e.V.:

Freitag, 28. Oktober, 20.45 Uhr

Saal im Paul-Wunderlich-Haus, Am Markt 1 in 16225 Eberswalde

Aufführung WECHSELSTUBE – EINE THEATRALE HANDELSZONE 

Deutsches Theater Berlin

In der WECHSELSTUBE haben Sie die einmalige Gelegenheit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die Ihnen im Alltag wahrscheinlich nicht begegnen werden. Sie werden für einen Abend zu Gesprächs- und Handelspartnern. In kurzen und spielerischen Eins-zu-eins-Begegnungen werden Erfahrungen, Geheimnisse, Fragen, moralische Vorstellungen, Rollen und Sprachunkenntnisse ausgetauscht, Handybilder, Kontakte und Zertifikate: Was habe ich, das du nicht hast? Und umgekehrt. Können wir einen Deal abschließen? Und was ist nicht verhandelbar?

Wir bieten 10 Menschen aus Eberswalde, die sich nicht zur Bundestagung angemeldet haben und trotzdem an diesem Abend dabei sein möchten, einen exklusiven Zugang zur Aufführung. Voraussetzung, Sie haben noch keine und möchten eine Patenschaft abschließen, egal ob Sie nun Geflüchteter oder Angehörige/r der Aufnahmegesellschaft sind, machen Sie GEMEINSAME SACHE. Bei der Bürgerstiftung Barnim Uckermark heißt das FREUNDSCHAFTSVERTRAG. Ein FREUNDSCHAFTSVERTRAG beinhaltet die Verabredung von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung gemeinsam etwas miteinander zu unternehmen, das den Horizont des einen wie des anderen erweitert. 

Samstag, 29. Oktober ab 10.00 Uhr und ab 14.30 Uhr

Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio und ZENTRUM FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN HERMANN SCHEER / Ausstellung Mythos Europa der Künstlerin ANTOINETTE (Wald-Solar-Heim)

Folgende Workshops sind für Menschen mit Fluchterfahrung und theaterpädagogischem Interesse offen:

Theater ist Dialog mit Richard Dijf, Schauspieler und Autor aus Kamerun
Maskenspiel mit Hajo Schüler
Forumtheater mit Till Baumann
Körpertheater – Experimente mit Körper und Raum mit Lutz Pickardt

www.butinfo.de/sites/default/files/downloads/tagungsflyer_30_buta_2016.pdf

Samstag, 29. Oktober, 20.15 Uhr, Saal im Paul-Wunderlich-Haus,
Am Markt 1 in 16225 Eberswalde
öffentliche Aufführung, kostenfrei, begrenztes Platzkontingent

Gastspiel des Hans-Otto-Theater/ Jugendclub HOT Potsdam „flucht nach vorn“, es spielen 27 Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung.

Können wir die Augen vor dem Elend der Geflüchteten und vor unserer Mitschuld an dieser Tragödie weiter verschließen? Ihr Leben riskierend, fliehen Abertausende, um den menschenunwürdigen Grausamkeiten in ihrer Heimat zu entkommen. Doch was erwartet sie in Europa? Was werden wir tun? Schotten wir uns ab und errichten neue Mauern? Oder wagen wir gemeinsam die Flucht nach vorn?

Sonntag, 30. Oktober, 15.00 Uhr, Evangelisches Gemeindezentrum / Dietrich-Bonhoeffer-Haus

Potsdamer Allee 35 in 16227 Eberswalde
öffentliche Aufführung, kostenfrei und für Menschen ab 4 Jahre
Förderung durch Mittel des Programms „Soziale Stadt“

„Wolle und Gack“ – deutsch – syrische Fassung, Musiktheater Lupe Osnabrück

In dem Theaterstück „Wolle und Gack“ geht es darum, wie Huhn und Schaf, zwei Tiere mit unterschiedlicher Kultur und Lebensart, versuchen, trotz vieler Missverständnisse miteinander klarzukommen, und das – von außen betrachtet – auf oft vergnügliche Weise.
In dieser deutsch-syrischen Bearbeitung kann sich das deutsch- und syrisch-/arabisch-sprachige Publikum gemeinsam an diesen Stolpersteinen von Multikulti erheitern und sich an der Überwindung kultureller Probleme erfreuen. Gemeinsam!

Für weitere Informationen stehen Diane Grunert und Kai Jahns in der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Barnim Uckermark und an den Veranstaltungstagen vor Ort zur Verfügung. Tel.:  (0 33 34) 49 74 82

Lesung und Diskussion „Generation Hoyerswerda – das Netzwerk militanter Neonazis in Brandenburg“

Lesung und Diskussion „Generation Hoyerswerda – das Netzwerk militanter Neonazis in Brandenburg“ mit der Herausgeberin Anna Spangenberg und Michael Weiss (Experte zum Thema RechtsRock).
Mittwoch, 15. Juni 2016 um 19.00 Uhr in der Bibliothek Eberswalde
Eintritt frei
Eine Veranstaltung des Kulturamtes Eberswalde im Rahmen der Reihe TOHUWABOHU – Anstiftungen zu Vielfalt und Verstehen.
Ein für das nächste Wochenende angekündigtes Nazi-Musikfestival auf dem Gelände des Rechtsextremisten Klaus Mann in Finowfurt (Gemeinde Schofrheide) wird nicht stattfinden. Siehe MOZ vom 6.6.2016.
Das Thema Nazis in Brandenburg ist aktuell. Die Rechtsextreme Szene ist vernetzt und vieles von dem, was heute passiert, lässt sich aus der Vergangenheit heraus erklären.
Auch in Eberswalde und Umgebung leben Menschen, die ganz verschiedene Kontakte in rechtsextreme Millieus pflegen. Subkulturen und insbesondere Musik tragen rechtsexteme Verstzstücke in die Breite und koppeln Menschen mehr oder weniger an einen Rechtsextremismus weit an von Parteien und Organisationen.
Rechtsextremismus bedeutet letztendlich immer Ausgrenzung, Hass und Gewalt.
Ankündigung zum Buch des Aktionsbündnis Brandenburg gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt:
Ein neues Buch beleuchtet, wie Brandenburger Neonazis in den 1990er Jahren Untergrundzellen aufbauten und Anschläge begingen. Betrachtet werden auch die Arbeit des Verfassungsschutzes und Verbindungen in das Netzwerk der Terrorgruppe NSU.
Brandanschläge, Morde und Überfälle – Rechte Gewalttäter verbreiteten schon in den 1990er-Jahren Angst und Schrecken im Land Brandenburg. Ihr Vorbild: »Hoyerswerda« – die sächsische Stadt, aus der 1991 nach schweren Krawallen alle Flüchtlinge evakuiert worden waren.
Das nun erschienene Buch zeichnet die Radikalisierung der brandenburgischen Neonazis nach. Dabei geraten auch die Rolle des Verfassungsschutzes und Verbindungen in das Netzwerk der Terrorgruppe NSU in den Fokus. Schließlich wird gezeigt, wie Neonazis der »Generation Hoyerswerda« heute die Proteste gegen Flüchtlingsheime anfachen: Droht eine Welle rechter Gewalt – mit Pogromszenen wie vor 25 Jahren?

Mitherausgeberin Anna Spangenberg ist Geschäftsführerin des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Heike Kleffner (Hg.), Anna Spangenberg (Hg.)
Generation Hoyerswerda
Das Netzwerk militanter Neonazis in Brandenburg
Be.bra Verlag
304 Seiten, 40 Abbildungen
erschienen im Februar 2016
20 Euro (Bestellmöglichkeiten im Internet)
ISBN 978-3-89809-127-5

Informationen des Verlags zum Buch

Ein großer Verlust – Zum Tod von Gert Schramm (25.11.1928 – 18.04.2016)

Gert Schramms Tod ist ein großer Verlust – für seine Familie und Freunde, für Eberswalde und in der Arbeit für eine friedlichere Welt. Ein aufrechter Mensch und Zeitzeuge fehlt uns nun.
Wir trauern um Gert Schramm als einen innerlich starken Menschen, dessen Leben massiv bedroht war durch rassistischen Wahnsinn. Er ließ sich dadurch aber nicht beirren, ging aufrecht seinen Weg und berichtete 2011 in seinem Buch “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann” anschaulich über sein Leben in Deutschland.
Als Sohn von Marianne Schramm und Jack Brankson (einem Schwarzen Stahlarbeiter aus Kalifornien mit kubanischen Wurzeln, dessen Spuren sich auf dem Weg in das KZ Auschwitz verlieren) wurde er in Erfurt geboren und wuchs in Thüringen auf. Mit 14 Jahren verhaftete und misshandelte ihn die Gestapo nur wegen seiner Hautfarbe. Im KZ Buchenwald ließen sie ihm die Häftlingsnummer 49489 in die Haut brennen. Ohne die Solidarität anderer Häftlinge hätte er die Schrecken des KZ nicht überlebt.
Seit 1964 lebte und wirkte Gert Schramm in Eberswalde, arbeitete in Bau- und Transportbetrieben, dann als selbständiger Taxiunternehmer. Er war ehrenamtlich aktiv in der Feuerwehr und in anderen Vereinigungen im Ort.
1990 endete in der Nacht zu Gert Schramms 62. Geburtstag eine rassistische Hetzjagd auf Schwarze in Eberswalde für Amadeu Antonio im Koma, aus dem dieser nicht mehr erwachte. Gert Schramm widersprach rassistischen Aussagen und rechtsextremen Tendenzen auf der Straße, im Betrieb und im Taxi, als Zeitzeuge in Schulen und Jugendklubs. Ihm war wichtig, dass gerade auch die Jüngeren erfahren, was in Deutschland möglich war – und bleibt, wenn dem Hass und der Gewalt zu leise widersprochen wird.
Auch darum arbeitete er bis zuletzt als Mitglied des Beirats ehemaliger Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald für das Erinnern und unterstützte das Gedenken an Amadeu Antonio in Eberswalde. Im Dezember 2015, am Tag der Menschenrechte besuchte er im Amadeu-Antonio-Haus die Lesung “Mein Weg vom Kongo nach Europa” mit dem Aktivisten Emmanuel Mbolela, in dem es um Fluchtgründe und -bedingungen heute geht.
Im April 2014 ehrte Deutschland Gert Schramm mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. In seiner Dankesrede dazu erinnerte er an den Schwur, den er als Überlebender des KZ Buchenwald am 19. April 1945 geleistet hatte, und der ihn verpflichte, sich einzusetzen für Frieden und Freiheit und dafür, dass die Schuldigen für nationalsozialistisches Unrecht  einer gerechten Strafe zugeführt werden. „Bis zu meinem Lebensende werde ich diesem Schwur folgen“, versicherte er und fügte hinzu: „Ich widme meine Aufklärungsarbeit der Jugend unseres Landes. Denn sie ist der Garant der Zukunft.“
Wir sind dankbar für einen so wahrhaftigen, aufrechten und aktiven Menschen.
Gert Schramm lebte 87 Jahre, 4 Monate und 24 Tage. Er überlebte die mörderische Diktatur, die ihn ausschließen und umbringen wollte, um mehr als 70 Jahre.
Rest in peace.
Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen.
Augusto Jone Munjunga für den Afrikanischen Kulturverein Palanca e.V., Eberswalde
Steffen Ehlert und Devrim Baran Dincer für die Barnimer Kampagne “Light me Amadeu”, Eberswalde
Florian Görner für das Jugendbündnis F.E.T.E. (Für ein tolerantes Eberswalde)
Dieter Gadischke und Heinrich Oehme für die Evangelische Jugendarbeit Barnim
Austen P. Brandt für Phoenix e.V. – Für eine Kultur der Verständigung, Duisburg

Ne Rinne fürs EXIL

Ne Rinne fürs EXIL from Moritz Springer on Vimeo.

Ihr erinnert euch. Wenn wir draußen im Regen standen bei so manchen Veranstaltungen, wie es goss aus der Regenrinne. Das ist nun vorbei.
Eigentlich wollten wir Geld für unsere Eigenanteile sammeln, das haben wir aber verpasst.
Aber weil das Video für das angedachte Crowdfunding so überaus bezeichnend ist, soll es hier gezeigt werden.
Moritz Springer drehte es für uns im Dezember.

 

Benefiz für den Flüchtlingsfonds Barnim Uckermark sammelt 780,00 Euro

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe TOHUWABOHU der Stadt Eberswalde fand am 22. März ein Benefizkonzert für den Flüchtlingsfonds der Bürgerstiftung Barnim Uckermark statt. Es spielte atemberaubend das Aletchko-Quartett zum Tanz auf und 780,00 Euro kamen für den Flüchtlingsfonds Barnim Uckermark zusammen.

Einfaches Fazit: Der Saal war voll, die Leute haben ausgelassen getanzt, und viele haben gern Geld für den Fonds da gelassen.

Die Spenden werden u.a. dazu dienen, die vielen Kinder, die aktuell in der Erstaufnahme in der Eisenbahnstraße leben, zu unterstützen. Es geht um erste Zugänge zu Bildung, die von Ehrenamtlichen organisiert und durchgeführt werden. Das aktuelle Zikusprojekt ist ein gutes Beispiel dafür. Am Freiwilligentag am 30. April werden wir genau daran angeküpften.

THOWABOHU ist eine Gemeinschaftsproduktion des Kulturamtes und insbesondere der städtischen Bibliothek, dem Amt für Bildung, Jugend und Sport mit dem Koordinator für das Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Martin Krause, und der Koordinierungsstelle für Toleranz Eberswalde.

Dienstag, 22. März 2016 ALETCHKO QUARTETT Benefizkonzert für den Flüchtlingsfonds Barnim – Uckermark

Beginn des Konzertes ist um 19.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13 in 16225 Eberswalde. Der Saal öffnet um 19.00 Uhr. Das Konzert ist Teil der städtischen Veranstaltungsreihe TOHUWABOHU – Anstiften zu Vielfalt und Verstehen.

ZUM TANZ AUFFORDERNDE WELTMUSIK.

Die Geige ist für ihn Leidenschaft und Sprache. Der Multi-Kulti Violinist Aletchko erschafft durch seine Musik Welten. Seine musikalische Identität ist eine Mixtur aus den Rhythmen des Balkans und des Nahen Ostens und einer klassischen russischen Musikausbildung. Zehn Jahre lang lebte Aletchko in Israel und experimentierte mit Klezmer-Klängen und den arabischen Melodien des Nahen Ostens. Jetzt ist Alexey der Geiger im musikalischen Schmelztiegel Berlin angekommen. Auf der Bühne kreiert er zusammen mit dem Flamenco-Gitarristen Christian Varas, dem Funk-Bassisten Rafael Espinoza und dem Percussionisten Peter Kuhnsch eine einzigartige Atmosphäre von europäischer Virtuosität und mediterranem Temperament.

Zum Flüchtlingsfonds Barnim Uckermark der Bürgerstiftung Barnim Uckermark:

Der Fonds wird ausschließlich durch private Spenden, durch Erlöse aus Benefizveranstaltungen und durch Widmungen von Sonntagskollekten getragen.

Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich für Geflüchtete und suchen den Kontakt. Auch die zahlreichen Kleidungs- und Sachspenden helfen dabei, die Not zu lindern.  Doch vieles kann nicht oder nicht in ausreichendem Maße über Sachspenden gedeckt werden. Und nicht immer werden die gesetzlichen Leistungen der Landkreise oder der Krankenkassen dem Hilfebedarf gerecht. Dies gilt etwa für Kinderbekleidung, Unterwäsche, Schlafkleidung und Schuhe, auch für Schulbedarf, nicht verschreibungspflichtige Medikamente und medizinische Hilfsmittel, Kosten für Dolmetscher oder die Beschaffung von Dokumenten.

Nutzen Sie die Gelegenheit mit uns zu feiern, und spenden Sie am 22.03. für den Flüchtlingsfonds Barnim Uckermark der Bürgerstiftung Barnim Uckermark.

Es gibt die Möglichkeit online zu spenden. Nutzen Sie dafür dieses FORMULAR.

Das Fremde – zwischen Angst und Mitgefühl

OZON unterwegs am 29.02.2016  um 22.15 Uhr im rbb-Fernsehen

Vorurteile gegenüber Fremden, sagen Wissenschaftler, entstehen aus kindlichen Prägungen, sozialen Ängsten, gestörter Identität, aber auch völkischer Propaganda wie die der Nazis.  Es gibt viele Gründe, weshalb seit Herbst 2014 Menschen vor allem in Ostdeutschland auf die Straße gehen, längst nicht alle ihre Forderungen sind fremdenfeindlich oder rassistisch. Doch Sprache und Denken radikalisieren sich. Was hat das mit der DDR-Geschichte zu tun? Droht eine Spaltung der Gesellschaft? Um die zu verhindern, setzt der Chef der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen, Frank Richter, auf Dialog. Die Dresdner Kreuzkirche öffnet dafür ihr Tore, vielerorts gibt es Bürgergespräche. Und das Brandenburgische Eberswalde hat die Erfahrung gemacht, dass Fremdenfeindlichkeit erst zurückgedrängt werden kann,  wenn Politik und Staatsmacht klar dagegen vorgehen. Hier starb vor 25 Jahren der Angolaner Amadeu Antonio durch einen rassistischen Überfall. Heute ist Eberswalde eine Stadt der Toleranz. Ein Miteinander verschiedenster Nationalitäten wird im Comenius-Garten in Berlin-Neukölln gelebt, einer Insel im Meer von hitzigen Debatten über die Integration von Zugezogenen.

Pressetext des rbb