Anti-Rassismus-Training mit Phoenix e.V., 16 h Kurs (für Angehörige der deutschen Mehrheitsgesellschaft)

Termine und Orte:

Grundschule Schwärzesee, Kyritzer Straße 29 in 16227 Eberswalde

  • Donnerstag, 10. März von 14.00 Uhr – 18.30 Uhr
  • Freitag, 11. März von 14.00 Uhr – 18.30 Uhr

Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13 in 16225 Eberswalde

  • Samstag, 12. März von 9.00 Uhr – 18.30 Uhr (mit Mittagspause)

Referent*innen: Ute von Essen, Merih Ergün

Mit einem Anti-Rassismus-Training sollen Unterstützer*innen von Kinder und Jugendlichen mit Fluchterfahrung im Umfeld von Schulen / Bildungseinrichtungen und im Hinblick auf Inklusion durch Bildung in ihrem Handeln gestärkt werden.

Im Anti-Rassismus-Training geben wir den Teilnehmer *innen die Möglichkeit Mechanismen des Rassismus zu entdecken und Wege zu einer Verringerung zu finden.
Gegenstand des Anti-Rassismus-Trainings für Angehörige der deutschen Mehrheitsgesellschaft
•             ist die kognitive und emotionale Auseinandersetzung mit Rassismus.
Inhalte sind:
•             die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Bildern im Rassismus
•             die Geschichte des Rassismus
•             die Mechanismen des Rassismus
•             die kritische Weißseinsforschung und Fragen zur weißen Identität
•             die Vermittlung von Fertigkeiten zur Strategiebildung

 

Die Teilnahme sollte durchgängig, eigenmotiviert und freiwillig sein.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Für Verpflegung erheben wir einen Unkostenbeitrag von 10,00 Euro.

Anmeldung bei Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit, Telefon: 0163 / 4454711, E-Mail: tolerantes_eberswalde@web.de

Gefördert von der Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg und der Freudenberg Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Barnim Uckermark

1. Tagung zum kommunalen Antirassismuskonzept für Eberswalde am 17. Dezember 2014 im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio

Die 1. Tagung zum kommunalen Antirassismuskonzept für Eberswalde findet am 17. Dezember 2014 in der Zeit von 17.00 – 19.00 Uhr im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio / Saal statt.

Wie kann der Schutz gegen rassistische Diskriminierung effektiv gestaltet werden?

Unser Ziel ist es, eine zukunftsträchtige Strategie gegen rassistische Diskriminierung in Eberswalde zu entwickeln. Um diesen Prozess einzuleiten ist ein inklusiver Austausch auf kommunaler Ebene notwendig. Dahingehend sollen auf der Tagung Repräsentantinnen und Repräsentanten unterschiedlicher Communities zur Sprache kommen und gemeinsam mit der Stadtverwaltung und -gemeinschaft gemeinsam diskutieren, welche Schutz- und Präventionsmaßnahmen gegen rassistische Diskriminierung getroffen und umgesetzt werden können.

Auf dieser Grundlage soll ein Antirassismuskonzept entstehen, in das die Mesnchen in Eberswalde ihre Ideen einfließen lassen und das uns dann gemeinsam handeln lässt.

Seid dabei!

Anschließend um 19.15 Uhr Konzert mit JoKaa!

 

Gefördert im Programm “TOLERANZ FÖRDERN. KOMPETENZ STÄRKEN” vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Lokalen Aktionsplan Barnim und von der Stiftung :do.

Veranstaltet von der Koordinierungsstelle für Toleranz Eberswalde gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Eberswalde und der Amadeu Antonio Stiftung.

Unterstützt von Label Noir.

Widmung im Bürgerbildungszentrum erinnert an Amadeu Antonio und bekennt sich

Am 9. August eröffnet das Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio.

Eine Widmung im Eingangsbereich wird an Amadeu Antonio und den rassistischen Mord an ihn erinnern. Sie ist gleichzeitig ein Bekenntnis dafür, dass sich etwas ändern muss. Hier der vollständige Text, auf den sich heute Vertreter/innen des Afrikanischen Kulturvereins Palanca e.V., der Barnimer Kampagne Light me Amadeu und der Stadtverwaltung Eberswalde geeinigt haben:

Amadeu Antonio

Amadeu Antonio wurde am 12.08.1962 in Quimbele, Angola geboren. 1987 kam er als Vertragsarbeiter nach Eberswalde. Statt des erhofften Studium der Flugzeugtechnik erwartete ihn der Einsatz im Schlacht- und Verarbeitungskombinat Eberswalde (SVKE). Am 24.11.1990 wurde er zusammen mit mehreren Schwarzen Kollegen von einer großen Gruppe junger Erwachsener verfolgt, angegriffen und brutal misshandelt. Am 6.12.1990 erlag er seinen schweren Verletzungen.

Der Mord an Amadeu Antonio war einer der ersten aus rassistischen Motiven nach der deutschen Vereinigung. Es folgten in kurzer Zeit weitere Angriffe und Attentate in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Solingen, Mölln und vielen anderen Städten in Ost- und Westdeutschland. Auch in Eberswalde wurden weiterhin Schwarze, ihre Partnerinnen und Kinder beleidigt, bedroht und verletzt.

Eberswalde nach dem Mord

Die Tat und ihre Umstände schockierten Menschen in Deutschland und im Ausland. Einige Eberswalderinnen und Eberswalder solidarisierten sich mit den Schwarzen. Gemeinsam wurde eine Gedenktafel am Ort des Verbrechens angebracht. Im Afrikanischen Kulturverein Palanca e.V. organisierten sich die ehemaligen Kollegen von Amadeu Antonio, ihre Familien und andere Schwarze und Weiße, um zur Überwindung von Rassismus beizutragen. Langsam wuchs eine zivilgesellschaftliche Bewegung mit Initiativen und Orten, die sich für den Schutz von Minderheiten und gegen Rassismus engagiert. Die Erinnerung an Amadeu Antonio ist Teil davon.

Bürgerbildungszentrum

2012 beschloss die Stadtverordnetenversammlung dieses Haus nach Amadeu Antonio zu benennen. Hier sind die Stadtbibliothek, die Kita “Haus der kleinen Forscher” und zahlreiche Bildungsinitiativen und soziale Vereine untergebracht.

Martin Luther King sagte 1963:

“Ich habe einen Traum. Dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einem Land leben, wo sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden.”

Wir wollen im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio daran arbeiten, diese Vision wahr werden zu lassen.

Die Nazis von Nebenan – Nazistrukturen im Barnim – 16.4 / 19 Uhr / Studiclub

Am NPD-Stand auf dem Markt, im Regio und in der Mensa. In Cottbus,
Wittenberge, aber auch in Eberswalde und Umgebung sind Nazis unterwegs.
Gerade zur bevorstehenden Landtagswahl in Brandenburg und im Kontext der
aktuellen, rassistischen Anti-Asyl-Bewegung sind sie gehäuft anzutreffen.
Um über das „Who is Who?“ der Nazistrukturen im Barnim zu informieren
bietet die afie [antifaschistische initiative eberswalde] am 16.4. um 19.00
Uhr zusammen mit dem dem apabiz e.V. einen Vortrag im Studiclub an.
Kommt zahlreich, bleibt antifaschistisch.

Gedenken und Lesung am 23. Todestag von Amadeu Antonio, Freitag, 06.12.2013, 17.00 Uhr

Vergessen, griechisch: Amnesie, ist Nicht-Gedenken.
Erinnern als eine Stärkung im Kampf gegen diskriminierende Gewalt, ist wohl die beste Art, die zu ehren, die wegen Rassismus nicht mehr unter uns sind.
Gedenken und Lesung am 23. Todestag von Amadeu Antonio
Freitag, 06.12.2013, 17.00 Uhr
an der Gedenktafel, Eberswalder Str. 26, 16227 Eberswalde
Gegen das Vergessen – für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft aller Menschen.
Offener und alltäglicher Rassismus, seine Leugnung und Bagatellisierung verwirren und
verletzen weiterhin zahlreiche Menschen. Wir wollen die Aufgabe, das immer noch tödliche Phänomen Rassismus zu thematisieren und zu seiner Überwindung beizutragen,
nicht vergessen.
Nach dem Gedenken sind wir in die Räume des Afrikanischen Kulturvereins Palanca e.V., Coppistraße 1-3, 16227 Eberswalde eingeladen:
Begegnungen und Gespräche bei Essen und Trinken und um
18:30 Uhr: „Die Farbe meiner Haut. Die Anti-Diskriminierungs-Trainerin erzählt“,
Lesung mit ManuEla Ritz, musikalisch begleitet von dem Cellisten Sonny Thet.
Eintritt und Essen sind frei, Spenden willkommen.

Nazipropaganda gegen Flüchtlinge zündet bisher kaum.

Gestern hat die Barnimer NPD mit Berliner Unterstützung versucht gegen eine für Flüchtlinge vorgesehene Unterkunft in Zepernick zu hetzen. 200 Menschen aus dem Barnim stellten sich dem entgegen. Mehr dazu und weitergehende Kommentare sind in einem Artikel der Potsdamer Neuesten Nachrichten zu lesen.

Hier will ich Teile einer Presseveröffentlichung des Landkreises Barnim zur Unterbringung von 20 Flüchtlingen in Zepernick anlässlich eines Gesprächs mit Gemeindevertreter/innen vom 8. November wiedergeben:

Das seit einiger Zeit leerstehende aber bereits sanierte Gebäude im Zentrum der Gemeinde, das ehemals als Gast- und Beherbergungsstätte genutzt wurde, verfügt über insgesamt 10 Zimmer auf zwei Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich eine geräumige Küche. Der großzügige Eingangsbereich eignet sich sehr gut als Gemeinschaftsraum. Auf jeder Etage befinden sich jeweils zwei Bäder.  Zudem gibt es einen Hauswirtschaftsraum.

Silvia Ulonska lobte die ausgezeichnete Infrastruktur der Gemeinde. „Einkaufsmöglichkeiten und Einrichtungen zur medizinischen Versorgung sind gut zu erreichen. Es gibt Kindertagesstätten und eine Grundschule. Auch die Erreichbarkeit der Städte Eberswalde, Bernau und Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gegeben. Die Menschen können am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sind nicht isoliert.“ 

51. Geburtstag von Amadeu Antonio am 12. August

Fast hätte ich den Geburtstag von Amadeu Antonio vergessen, den er nicht feiern kann. Amadeu Antonio wurde in Eberswalde von einem rassistischen Mob erschlagen, der Jagt auf Schwarze machte.

Erinnert wurde ich durch Berichte von poc (people of color) über rassistische Übergriffe. Schwarze wurden in Eberswalde im Bus beschimpft und der Schimpfende erhielt durch den benachrichtigten Busfahrer kein Hausverbot, weil dieser “öfter Probleme macht”. Schwarze wurden bedroht und es wurde versucht in ihre Wohnungen einzudringen. Tatverdächtige wurden von der Polizei nicht verfolgt, weil diese “ohne Verletzte nichts machen könnten”. Immer wieder berichten Schwarze davon, dass sie grundlos auf der Straße und im Bus angepöbelt und aggressiv angegrabscht wurden. Statt mit der Begrüßung “Guten Tag” wurden Schwarze oft mit dem Hiltlergruß empfangen.

Das passierte alles in diesem Jahr, alles seit April.

Vortrag von Prof. Eve Rosenhaft: „Eberswalde – Berlin – Douala – Paris: Maria Mandessi Bell und die Eberswalder Anfänge des globalen Black Consciousness“

Samstag, 25. Mai um 19.00 Uhr,

Ort: Gemeinde der Baptisten, Goethestraße 23 a, 16225 Eberswalde

1990  erschlugen Eberswalder den Angolaner Amadeu Antonio.  Fast ein Jahrhundert zuvor hatte in der Stadt eine Begegnung anderer Art zwischen Afrikanern und Deutschen stattgefunden, als die Baptisten die Ausbildung Jugendlicher aus Kamerun in Deutschland förderten und die Vertretung der Interessen der Kameruner gegenüber den deutschen Kolonialmächtigen unterstützten. 

In ihrem Vortrag erinnert Frau Prof. Eve Rosenhaft an diese geteilte Geschichte, vor allem an die Kameruner Frauen, die im Rahmen der baptistischen Missionsarbeit nach Deutschland kamen. Eine von diesen, Maria Mandessi Bell, spielte sowohl im Kampf gegen den Kolonialismus um 1914 als auch in der späteren Entwicklung der panafrikanischen Kulturbewegung eine Schlüsselrolle. Sie wurde im November 1895 in Douala, Kamerun geboren. Ihr Vater war David Mandessi Bell, der Adoptivsohn von „King Bell“ und Besitzer einer großen Kakao-Plantage.

Auf einem der ältesten Fotografien, die von der damals noch in der Eichwerder Straße befindlichen Eberswalder Baptistengemeinde existiert, ist diese junge Dame neben dem Prediger Ernst Wißtoff zu sehen. In Wolfsdorf/Ostpreußen wurde sie 1912 getauft, fand Aufnahme im Haushalt des Predigers und folgte im November den Wißtoffs nach Eberswalde, wo Ernst Wißtoff eine Predigerstelle antrat. Ihre Zeit hier soll eine glückliche Zeit gewesen sein. Ihre stärksten Erinnerungen waren mit Chorausflügen und einer Vielzahl von Liedern verbunden, die sie – über 90jährig – noch in perfektem Deutsch singen konnte. Am 1. April 1914 verließ Maria Mandessi Bell Eberswalde und schloss sich der junge Baptistengemeinde in der Schönhauser Allee im Norden von Berlin (Prenzlauer Berg) an. Nach Douala zurückgekehrt, versuchte sie, den Kontakt zu ihrem “lieben Onkel und ihrer lieben Tante” in Eberswalde aufrecht zu erhalten. Davon zeugen Briefe mit herzlichen Grüßen an Wißtoffs und andere Mitglieder der Eberswalder Gemeinde.

Auf dem Bild ist die Einführung des neuen Baptistenpastors Wißtoff mit seiner Familie im Jahr 1912  zu sehen. Die vierte Person von links ist die Maria Mandessi Bell.

Eve Rosenhaft ist Professorin für deutsche Geschichte an der University of Liverpool (GB).  Veröffentlichungen zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung sowie zur Geschlechtergeschichte und der Geschichte der Minderheiten, darunter zuletzt Africa in Europe. Studies in Transnational Practice in the Long Twentieth Century (Liverpool 2013) und Black Germany. The Making and Unmaking of a Diaspora Community 1884-1960 (Cambridge 2013, im Druck)

Weitere Informationen habe ich im Netz hier gefunden: Bonamanga. Eine kosmopolitische Familiengeschichte

FREMD – Filmaufführung am 16. April um 19.30 Uhr in der Aula der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Weitere Angaben zum Ort: Haus 6, Friedrich-Ebert-Straße 28, 16225 Eberswalde

FREMD beschreibt den von der Not diktierten Aufbruch eines jungen Maliers nach Europa. Seit zweieinhalb Jahren ist er unterwegs in eine Welt, in der er nie leben wollte. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migranten auf ihrem Weg aus dem Süden über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Vom Leben als jahrelanger Reisender und vom Überleben in der Fremde.

FREMD ist Gewinner des Internationalen Wettbewerbs Dokumentarfilm
- Die Provinziale -  das “e” 2012.
Die Regisseurin Miriam Faßbender wird bei der Aufführung anwesend sein und steht danach für ein Gespräch zur Verfügung. Sie war für ihren Film monatelang in Nordafrika unterwegs. U. a. sagt Miriam Faßbender: “Ich bewunderte die mir anfangs fremden Migranten für ihre Konsequenz und ihren unbedingten Willen einen Kontinent erreichen zu wollen, den sie nur schemenhaft kannten. Diese Bereitschaft zu einem kompletten Bruch mit ihrem bisherigen Leben machte mich neugierig. Als mir bewusst wurde, unter welchen Umständen sie in ihren Ländern leben, welcher Trostlosigkeit und Restriktion sie sich häufig gegenübersehen, verstand ich, dass für sie ein Leben, selbst mit den einfachsten Wünschen in ihren Heimatländern unmöglich ist. [...] Fremd ist eine Geschichte über Menschen auf Reisen, auf der Suche nach einem anderen Leben. Eine Reflexion über den Verlust von Zeit und das Scheitern. Aber ist es nicht unser Scheitern?”

Es wird um Spenden für den Flüchtlingsfonds Barnim Uckermark gebeten. Mit dem Flüchtlingsfonds besteht die Möglichkeit einzelnen Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien in den Landkreisen Barnim und Uckermark in Notsituationen durch mildtätige Zuwendungen zu helfen. Das können zum Beispiel Beihilfen für den Schulbedarf oder für Gesundheitsmittel sein, Hilfeleistungen nach rassistischen Übergriffen oder Zuwendungen für die oft schwierige Beschaffung von Dokumenten aus dem Herkunftsland. Link zu einigen Beispielen.

Ab 18.00 Uhr tagt der Ausschuss für Kultur, Soziales und Integration im Nebenraum der Aula. Die Ausschussmitglieder möchten sich im Anschluss den Film FREMD ansehen.

Unter dem Motto „Wir für Demokratie“ setzt die Bundesregierung am 16. April 2013 ein deutliches Zeichen für Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt. Machen Sie mit!

Verschiedenes

Bundeswehr

In dieser Woche war zu lesen, dass Marinesoldaten der Bundeswehr einen Vorgesetzten attakiert haben. Dabei erfuhren wir auch etwas vom Migrationshintergrund des Opfers. Eine rassistische Motivation des Übergriffs wurde verneint.

Interessant in diesem Zusammenhang finde ich diese Information: Auf Initiative von Hauptmann Ntagahoraho Burihabwa gibt es seit dem Jahr 2010 die Initiative Deutscher.Soldat. e.V., die Zeichen gegen die Verbreitung von stereotypen Vorurteilen setzt.

Gut ist, dass Menschen an ihren Taten und nicht an ihrer Abstammung gemessen werden, meint einer der Unterstützer auf der Webseite der Initiative dazu.

Altkleidersammlung

Ebenfalls habe ich gelesen, dass die Firma H&M als erstes Modeunternehmen eine weltweite Initiative zum Kleidung sammeln umsetzt. Zitat H&M – Global Clothes Collecting Initiative: Durch diese globale Initiative können Kunden dazu beitragen, natürliche Ressourcen zu schonen und die Umweltauswirkungen durch Textilabfälle zu reduzieren.

Das Deutsche Rote Kreuz steht der Kampagne mit gemischten Gefühlen gegenüber, denn es ist anzunehmen, dass die Hilfsorganisation nun weniger Kleiderspenden erhalten wird. Das DRK selbst war mit der NDR-Reportage “Die Altkleiderlüge – Wie Spenden zum Geschäft werden” in die Kritik geraten. Danach wird mit der Einfuhr von gebrauchten Textilien die Produktion in afrikanischen Ländern zerstört.

10 Fragen und Antworten zur NDR-Reportage “Die Altkleider-Lüge”

FairWertung – nützliche Informationen rund um das Thema Kleidersammlung und Secondhand-Kleidung