Ausstellung des Verfassungsschutzes in Eberswalde

Großer Bahnhof am 8. April um 18.00 Uhr im Tourismuszentrum in Eberswalde. Aus Anlass der Eröffnung der Ausstellung DIE BRAUNE FALLE – Eine rechtsextremistische “Karriere” des  Bundesamtes für Verfassungsschutz sprechen neben Carlo Weber und Cordula Hallmann unser Bürgermeister Friedhelm Boginski und der Vorsitzende des städtischen Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport Martin Hoeck.

Carlo Weber, der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder, wird derzeit als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge für Winfriede Schreiber im Amt des Leiters der Verfassungsschutzabteilung im brandenburgischen Innenministerium gehandelt. Cordula Hallmann ist Referatsgruppenleiterin im Bundesamt für Verfassungsschutz.

Die gezeigte Wanderausstellung “richtet sich an politisch interessierte Menschen im Allgemeinen, insbesondere jedoch an Schüler und Jugendliche”, heißt es in der zugehörigen Broschüre. Ein fiktiver Aussteiger berichtet von seinem Weg in die rechtsextreme Szene und wieder heraus. Gespannt bin ich auf “eine nach zeitgemäßen didaktischen Kriterien gestaltete Ausstellung”.

Rechtsextreme Musik, Bandauftritte, Partys und Tonträger halten die Szene am Leben und schaffen Zugang für neue Leute. Eberswalde hat da ein dickes Problem direkt vor der Haustür und einen Naziladen in der Stadt, wie der aktuelle Verfassungsschutzbericht des Landes Brandenburg dokumentiert:

Das Gelände in Finowfurt ist schon seit mehreren Jahren für rechtsextremistische Veranstaltungen bekannt. Auch 2012 wurde es entsprechend genutzt. Es gehört dem dort wohnenden Rechtsextremisten Klaus Mann. Mann war der letzte brandenburgische DVU-Landesvorsitzende und ist seit Januar 2013 Vorsitzender der Partei „Die Rechte“ im Land Brandenburg. Zwei besonders hervorzuhebende Veranstaltungen waren ein Sommerfest am 23. Juni 2012 mit rund 250 Teilnehmern. Hierbei traten unter anderem die Bands „Kinderzimmerterroristen“, „Preussenstolz“ und „12 Golden Years“ auf. Das Abspielen strafrechtlich relevanter Musiktitel wurde nicht festgestellt. Am 6. Oktober 2012 fand der von der NPD ins Leben gerufene „3. Preußentag“ mit rund 600 Besuchern statt. Hauptgrund für diese überraschend hohe Zahl waren die rechtsextremistischen Bands. Deshalb kamen die meisten Teilnehmer auch abends, die Reden am Nachmittag zogen weit weniger Publikum an. Daneben gab es kleinere interne Veranstaltungen, darunter ein Sportfest. (Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2012, Seite 86 und 87)

Das Konzert am 6.10.2013 u.a. mit einem geplanten Auftritt von “Frontfeuer” wurde aufgelöst. (ebenda, Seite 122)

Die Auftritte der Bands „Hausmannskost“ und „Frontfeuer“ am 4. August 2012 in Finowfurt (BAR) brachten den Mitgliedern der Band nicht nur Applaus vom Publikum, sondern jeweils Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung ein. Darüber hinaus beendete die Polizei die Veranstaltung vorzeitig. (ebenda, Seite 127)

Im August 2012 wurden die Geschäftsräume des „Nationalen Medienvertriebs“ (NMV) in Eberswalde (BAR) durchsucht. [...] Anlass für die polizeilichen Durchsuchungen waren rechtsextremistische und volksverhetzende Tonträger, die im Sortiment geführt wurden. (ebenda, Seite 127)

Aktuelle Meldung: Am 3. April 2013 berichtet das Informationsportal Gegenrede, dass am 13. April das nächste Nazikonzert in Finowfurt stattfinden soll. “Frontfeuer” aus Beeskow und “12 Golden Years” aus Thüringen sind angekündigt. Dazu noch “Ostfront” aus Berlin. Es mobilisiert die Kameradschaft Kommando Werwolf aus Frankfurt/Oder.

Veranstaltung zum Antirassismustag

Das geplante Benefizkonzert am morgigen Antirassismustag musste von uns in den Monat Mai verschoben werden.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir am 16. April um 19.30 Uhr in der Aula der Hochschule für nachhaltige Entwicklung den Film “Fremd” von Miriam Faßbender zeigen.

Promo für Punkrockoper im EXIL

Brechts Mahagonny ist eine Parabel auf die Dominanz der ökonomischen Macht in der kapitalistischen Gesellschaft, in der man alles tun darf, solange man es bezahlen kann.

Diese Geschichte dient als Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für die Entwicklung und Aufführung einer Punkrockoper im EXIL.

Wir treten als Experten der Rebellion auf die Bühne des öffentlichen Raums. Einen Teil der Finanzierung wollen wir durch Crowdfundig im Netz einholen. Dafür benötigen wir ein kurzes Video.

Am 13. März, also Mittwoch, drehen wir dieses kurze Promovideo. Wir wollen dafür auf unserem Hof den Holzfällersong der Monthy Pythons singen. Kommt alle zu 13.00 Uhr vorbei, zieht Holzfällerhemden an.