Das Bündnis FINOWFURT NAZIFREI ruft zur Verhinderung des Nazikonzerts am 18. Mai in Finowfurt auf.

Seit 6 Jahren finden in Finowfurt (Ortsteil der Gemeinde Schorfheide) regelmäßig Konzerte rechtsextremer Bands statt. Am 18. Mai (Samstag vor Pfingsten) sollen nun insgesamt 13 Bands auftreten. Schon die Namen stehen für den Inhalt: 12 Golden Years, Frontfeuer, Priorität 18, Legion Of Thor usw. …

Seit 2010 ist Finowfurt im Oktober Austragungsort eines sogenannten Preußentags, der sich als Gegenveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit begreift. Erinnern wir am 3. Oktober 1990 an die Vereinigung beider deutscher Staaten, so wollen die Nazis das Deutsche Reich wiederhaben und trauern den ehemaligen deutschen Gebieten jenseits der Oder nach. Dabei leugnen sie die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschland und beschwören einen preußischen Geist als Gegensatz zur Demokratie.

Es bedarf endlich eines deutlichen Signals!  Ein Bündnis aus antifaschistischen Initiativen, Parteien, Vereinen und Gewerkschaften wird am 18. Mai in Finowfurt auf die Straße gehen.

Das Bündnis FINOWFURT NAZIFREI ruft zur Verhinderung des Nazikonzerts am 18. Mai in Finowfurt auf.

Mehr Informationen hier: DEN NAZIS DEN STECKER ZIEHEN! Finowfurt Nazifrei

PUNK A GONNY! – Jetzt unterstützen!!

Schon mal was von Crowdfunding gehört. Nein. Na dann los – ausprobieren.

Wir sammeln Kleingeld, um den Traum von einem Singstück PUNK A GONNY! im Exil wahr werden zu lassen.

Hier könnt ihr / können Sie uns unterstützen oder einfach nur lesen, was es mit PUNK A GONNY! auf sich hat.

Oder zur Erheiterung einfach ansehen, wie Hertel und Uschi und andere EXILanten gemeinsam mit Angehörigen des Chores Franz Mücke das Holzfällerlied der Monty Pythons interpretieren. Hier zum Video.

2013-03-13

Falko

Mindestens 27 Menschen wurden seit 1990 in Brandenburg durch Nazis getötet. Die offizielle polizeiliche Statistik erkennt nur 9 davon an. Nun sollen alle in Frage kommenden Fälle durch das Moses Mendelssohn Zentrum auf ihren rechtsextremen Hintergund überprüft werden.

Im Auftrag von 3SAT war das Team von can.do.berlin.filmproduktion an drei Tatorten.  Beispielhaft geht es um drei Opfer rechtsextremer Gewalt, die vom Staat nicht als solche gewertet werden. Eines dieser Opfer ist Falko Lüdtke, der am 31. Mai 2000 vom Mike Bäther in Eberswalde getötet wurde, weil er diesen auf ein öffentlich zur Schau getragenes Hakenkreuztatto angesprochen hatte.

Hier ist die Reportage zu sehen: Mörderische Statistik

FREMD – Filmaufführung am 16. April um 19.30 Uhr in der Aula der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Weitere Angaben zum Ort: Haus 6, Friedrich-Ebert-Straße 28, 16225 Eberswalde

FREMD beschreibt den von der Not diktierten Aufbruch eines jungen Maliers nach Europa. Seit zweieinhalb Jahren ist er unterwegs in eine Welt, in der er nie leben wollte. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migranten auf ihrem Weg aus dem Süden über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Vom Leben als jahrelanger Reisender und vom Überleben in der Fremde.

FREMD ist Gewinner des Internationalen Wettbewerbs Dokumentarfilm
- Die Provinziale -  das “e” 2012.
Die Regisseurin Miriam Faßbender wird bei der Aufführung anwesend sein und steht danach für ein Gespräch zur Verfügung. Sie war für ihren Film monatelang in Nordafrika unterwegs. U. a. sagt Miriam Faßbender: “Ich bewunderte die mir anfangs fremden Migranten für ihre Konsequenz und ihren unbedingten Willen einen Kontinent erreichen zu wollen, den sie nur schemenhaft kannten. Diese Bereitschaft zu einem kompletten Bruch mit ihrem bisherigen Leben machte mich neugierig. Als mir bewusst wurde, unter welchen Umständen sie in ihren Ländern leben, welcher Trostlosigkeit und Restriktion sie sich häufig gegenübersehen, verstand ich, dass für sie ein Leben, selbst mit den einfachsten Wünschen in ihren Heimatländern unmöglich ist. [...] Fremd ist eine Geschichte über Menschen auf Reisen, auf der Suche nach einem anderen Leben. Eine Reflexion über den Verlust von Zeit und das Scheitern. Aber ist es nicht unser Scheitern?”

Es wird um Spenden für den Flüchtlingsfonds Barnim Uckermark gebeten. Mit dem Flüchtlingsfonds besteht die Möglichkeit einzelnen Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien in den Landkreisen Barnim und Uckermark in Notsituationen durch mildtätige Zuwendungen zu helfen. Das können zum Beispiel Beihilfen für den Schulbedarf oder für Gesundheitsmittel sein, Hilfeleistungen nach rassistischen Übergriffen oder Zuwendungen für die oft schwierige Beschaffung von Dokumenten aus dem Herkunftsland. Link zu einigen Beispielen.

Ab 18.00 Uhr tagt der Ausschuss für Kultur, Soziales und Integration im Nebenraum der Aula. Die Ausschussmitglieder möchten sich im Anschluss den Film FREMD ansehen.

Unter dem Motto „Wir für Demokratie“ setzt die Bundesregierung am 16. April 2013 ein deutliches Zeichen für Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt. Machen Sie mit!