Wissenschaftliches Nachtcafé – Alle unter einem Dach? – Wohnen im Alter

Wissenschaftliches Nachtcafé – Alle unter einem Dach? – Wohnen im Alter

Ort: EXIL, Seminarraum, Am Bahnhof Eisenspalterei, 16227 Eberswalde (Ostausgang Familiengarten)
Zeit: 5. November 2013, 19.00 Uhr
Anmeldungen nimmt Kai Jahns unter der E-Mail Adresse tolerantes_eberswalde@web.de oder Tel.: 0163/4454711 entgegen.

 

Diskutieren Sie mit

Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeyer
Vorstandsvorsitzende der empirica ag, Berlin

Moderation: 
Dietmar Rietz
MOZ-Redaktionsleiter

Wohnstift ade – Willkommen in der Senioren-WG! Nicht nur Studenten genießen das Leben unter Gleichaltrigen.
Die heutige Generation der Älteren sucht nach Wohnformen, die ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter ermöglichen.
Auch das Zusammenleben verschiedener Generationen erfreut sich großer Beliebtheit und wird auf verschiedene Art und Weise realisiert.
  • Welche Formen des Zusammenlebens im Alter gibt es überhaupt und wie werden sie umgesetzt?
  • Welche Vorteile haben sie und welche Hemmnisse stehen ihnen entgegen?
  • Wie kann hier nachbarschaftliches Engagement gefördert werden und welchen Beitrag kann die Politik leisten?
Das wissenschaftliche Nachtcafé ist ein Format der Wissenschaftskommunikation, bei der nach einem kurzen Input das Publikum selbst gefragt ist: Wie in einem Café sitzen die Zuhörer an Tischen und können sich mit ihren Tischnachbarn über das Thema der Veranstaltung unterhalten. Durch einen Impulsvortrag wird die Diskussion unter den Teilnehmenden angestoßen. Das Publikum kann an den Tischen gemeinsam Fragen und Statements entwickeln und diese im nächsten Schritt in die große Runde einbringen und mit Unterstützung eines Moderators diskutieren.
Der Erinnerungsort Eisenspalterei bietet in seiner Ausstellungsbaracke Platz für Aktivitäten, die sich mit dem Zusammenleben beschäftigen.
Demnächst wird es u. a. folgende weitere Veranstaltungen geben:
  • 20. November – Abschlussworkshop zum Projekt “Förderung von Kompetenz für Arbeit” – Wir haben zwei Jahre lang erfolgreich unsere Ausstellung zu einem Außenlager des KZ Ravensbrück weiterentwickelt und Nutzer/innen des Ortes an den Arbeitsmarkt heran geführt. Davon möchten wir berichten und gemeinsam die Zukunft planen. Vorgestellt werden auch gerade von uns entdeckte Dokumente / Berichte von Überlebenden. Beginn 17.00 Uhr
  • 22. November – Theater Direkt – Gemeinsam mit dem Spielleiter Lorenz Hippe entwickeln wir mit Familien, Kinder und Eltern, ein Theaterstück, das sofort gespielt wird. Beginn 17.00 Uhr.

Zugewanderte benötigen keine Sozialtherapie!

Der bundesweite Rat für Migration fordert in einem offenen Brief an die kommende neue Bundesregierung und die politischen Parteien im Deutschen Bundestag die “Konzipierung einer zukunftsweisenden und transparent koordinierten Migrationspolitik sowie einer Integrationspolitik, die nicht mehr Sozialtherapie für Menschen mit Migrationshintergrund ist, sondern teilhabeorientierte Gesellschaftspolitik für alle”.

Gemeinsam mit der gesammelten wissenschaftlichen Kompetenz der Bundesrepublik wird festgestellt, dass ein “Wandel von der herkömmlichen und durch die Entfaltung der Einwanderungsgesellschaft überholten ‚Integrationspolitik‘ für ‚Migranten‘ zu einer teilhabeorientierten Gesellschaftspolitik für alle” notwendig ist.

Festgestellt wird, dass dafür “das Bundesministerium des Innern mit seiner Konzentration auf Sicherheitspolitik und Gefahrenabwehr das falsche Zentralressort ist.”

Na dann, mal sehen ob sich etwas ändert. Die Mehrheit der Wähler hat sich wohl nicht dafür entschieden und begrüßt die bisherige Politik.

Hier kann eine gleichlautende Petition unterschrieben werden.

Nachtrag: Festgestellt wird auch, dass die Rolle der Kommunen von der Bundespolitik unterschätzt wird und so diese Ebene zu wenig Unterstützung erfährt.

Hinweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auf den Kulturellen Begegnungstag am 15. Oktober ab 17.00 Uhr im Paul-Wunderlich-Haus (Sitz der Kreisverwaltung Barnim) in Eberswalde. Hier wird die Migration in den Landkreis in den zurückliegenden Jahrzehnten beleuchtet. Zur Bewältigung aktueller Problemlagen trägt sicher eine Betrachtung der Versäumnisse der zurückliegenden Zeit bei.