Knotunknot – lösen und verbinden, eine soziale Choreographie von Dana Caspersen und William Forsythe

Immigration – Wo stehen Sie? – Wie sind Sie dahin gekommen?

Sonntag, 23. März ab 14.00 Uhr in der REKI-Sporthalle / Finowtalhalle, Schorfheidestraße 30, 16227 Eberswalde (Brandenburgisches Viertel)  

verbindliche Anmeldung: tolerantes_eberswalde@web.de, Tel.: 0163/4454711, Facebook

The Forsythe Company: www.theforsythecompany.com

Dana Caspersen und William Forsythe gehören zu den wichtigsten Akteuren der zeitgenössischen Kunst- und Kulturszene Europas. Ihr Werk löst die Choreographie aus einem klassischen Verständnis und verleiht ihr Dynamik. Dazu gehört auch der Schritt über Grenzen in andere Bereiche der Gesellschaft. Knotunknot ist eine soziale Choreografie, die Dana Caspersen und William Forsythe vor drei Jahren in Frankfurt am Main erstmals aufgeführt haben. Im März macht sie neben Eberswalde auch in Berliner Stadtteilen Station.

Mit Knotunknot kommt es zu einem freundschaftlichen Schulterschluss der Menschen im Quartier mit Kunst und Stadtentwicklung.

Im Gegensatz zu einem Nachbarschaftsfest sind die Beteiligten viel stärker Akteurin und Akteur als Zuschauerin und Zuschauer. Wir wecken die Neugier aufeinander und wandeln diese in Aufmerksamkeit füreinander um.

Der Ablauf:

Teil Eins   Positionen

Die Mitwirkenden bewegen sich durch einen dreieckigen Raum, sammeln und ordnen sich immer wieder neu in Antwort auf eine Reihe von Fragen nach ihren Einstellungen zu Immigrationsaspekten. Die resultierenden Anordnungen hängen, wie auch gesellschaftliche Aufstellungen, von individuellen Lebensgeschichten, Glaubenssystemen und Zugehörigkeiten ab – den subtilen Kräften, die Gesellschaften über einen langen Zeitraum hinweg prägen.

Teil Zwei   Gespräche

In einem benachbarten Bereich werden die Mitwirkenden an 25 quadratischen Tischen in Vierergruppen zu äußerst strukturierten Gesprächen eingeladen. Die Fragen, die zu diesen Gesprächen führen, erkunden: Welche Erfahrungen haben sich mit Wanderung / Zuwanderung? Welche Standpunkte vertreten Sie?

Teil Drei   Knotunknot / Recode

Die gestalterische / künstlerische Arbeit Knotunknot / Recode entsteht aus der formal räumlichen Übersetzung des sozialen Choreographie Knotunknot.

Übersetzt werden die Sprachräume zwischen den Beteiligten, das heißt, sichtbar wird der sich jeweils zwischen vier Mitwirkenden an einem Tisch bildende Zwischenraum. In diesem Zwischenraum ist das Verhältnis der Mitwirkenden zueinander aufgehoben (im doppelten Sinn): In der Bewegung aufeinander zu oder voneinander fort. Der Zwischenraum und die Linien, die den Zwischenraum gleichermaßen begrenzen und zerteilen, erweisen sich als untrennbar miteinander verwoben: knotunknot.

In der sozialen Choreographie sind die Sprachräume festgelegt: das Sprechen, das Zuhören, die Zeit, die Reihenfolge. Damit ist bestimmt, wo die Begrenzungen laufen, innerhalb derer das Miteinander-Sprechen sich ordnet.

In der künstlerischen Umsetzung werden die Sprachräume, wie sie sich aus der Choreographie ergeben, recodiert und damit als Zwischenraum sichtbar.

Mach mit! / Machen Sie mit! – am 17. März beim Frühlingsfest mit dem THEATER DIREKT und am 23. März bei Knotunknot (- lösen und verbinden), einer sozialen Choreographie zu Immigration mit Dana Carpersen (The Forsythe Company)

Ich warte in diesem Jahr mit einigen Überraschungen auf. Was das heißt?

Nun, es wird nicht langweilig und deshalb ganz angenehm. Also lasst euch / Lassen Sie sich auf die Themen Immigration und Zusammenleben in Eberswalde ein.

 

Frühlingsfest des Runden Tisches “Willkommen in Eberswalde” am Montag, den 17. März von 14.00 – 17.00 Uhr. im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße

Wir laden alle Eberswalder/innen zum Frühlingsfest ins Brandenburgische Viertel ein. So wollen wir eine Möglichkeit der Begegnung zwischen Einheimischen und nun in Eberswalde lebenden Flüchtlingen bieten. Es wird eine Hüpfburg geben und Kinderbeschäftigung, Basteln und Trommeln. Wer kommt, kann gern Kuchen mitbringen, zudem wird eine große Reispfanne zubereitet. Der Bürgermeister eröffnet die Veranstaltung.

Als Höhepunkt kündige ich hier das Spiel THEATER DIREKT um 15.00 Uhr an. Alle sind eingeladen, gemeinsam eine Geschichte zu entwickeln und sofort mitzuspielen. Das klappt ganz sicher und ist diesmal besonders interessant, weil die Vielfalt der Erzählungen garantiert ist. Sprachhürden werden dabei zu Lapalien.

Etwa 100 Flüchtlinge, die Hälfte davon Kinder, leben derzeit in unserer Stadt, 35 Flüchtlinge im Wohnverbund im Brandenburgischen Viertel.

 

KNOTUNKNOT – lösen und verbinden, eine soziale Choreographie von Dana Caspersen (The Forsythe Company)

am Sonntag, den 23. März ab 14.00 Uhr in der REKI-Sporthalle / Finowtalhalle, Schorfheidestraße 30 im Brandenburgischen Viertel (kostenfrei)

Große Kunst trifft auf Alltag. Das Ballett steigt von der Bühne. Dana Caspersen (The Forsythe Company) sammelt und ordnet mit uns Fragen zum Thema Immigration.

Sonst bei bei einem in Europa überaus bekannten zeitgenössischen Tanzprojekt engagiert, überträgt Dana Caspersen Struktur und ästhetische Klarheit auf die nachbarschaftliche Begegnung. Jede und jeder kann mitmachen.

Keine Angst, ihr müsst / Sie müssen nicht tanzen. Lasst euch / Lassen Sie sich bewegen und auf ein Dialoggerüst ein, das hilft sich gegenseitig zuzuhören.

100 Menschen können dabei sein. Anmeldung bitte recht schnell an Kai Jahns, tolerantes_eberswalde@web.de, Tel. 0163/4454711.

Hier ein Artikel von Sabine Schulz aus dem Märkischen Sonntag.