19. April 1943 – gestern vor 71 Jahren begann der Warschauer Ghettoaufstand

Am 19. April 1943 erhoben sich unter dem Kommando von Mordechai Anielewicz jüdische Widerstandsgruppen gegen die drohende Liquidation des Warschauer Ghettos. Das im Oktober 1940 eingerichtete Ghetto war das größte Sammellager dieser Art und ab Juli 1942 auf Befehl Heinrich Himmlers durch Deportation der Insassen in die Vernichtungslager schrittweise aufgelöst worden. Während der vier Wochen andauernden Kämpfe leisteten die Ghettobewohner den deutschen Truppen erbitterten Widerstand und fügten ihnen schwere Verluste zu. Umgekehrt wurden mehr als 56.000 Juden getötet oder in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Am 16. Mai erklärte die SS die Kämpfe für beendet, brannte das Ghetto nieder und ermordete die Überlebenden. Nur wenigen gelang die Flucht. (Jüdische Allgemeine vom 19.04.2013)

In Eberswalde erinnert der Neue Blumenplatz, benannt nach dem Gedicht  »Campo dei Fiori« von Czesław Miłosz, daran. Auch dort blühen gerade die Narzissen. Narzissen dienen heute der gemeinsamen Erinnerung in Warschau.

Die Nazis von Nebenan – Nazistrukturen im Barnim – 16.4 / 19 Uhr / Studiclub

Am NPD-Stand auf dem Markt, im Regio und in der Mensa. In Cottbus,
Wittenberge, aber auch in Eberswalde und Umgebung sind Nazis unterwegs.
Gerade zur bevorstehenden Landtagswahl in Brandenburg und im Kontext der
aktuellen, rassistischen Anti-Asyl-Bewegung sind sie gehäuft anzutreffen.
Um über das „Who is Who?“ der Nazistrukturen im Barnim zu informieren
bietet die afie [antifaschistische initiative eberswalde] am 16.4. um 19.00
Uhr zusammen mit dem dem apabiz e.V. einen Vortrag im Studiclub an.
Kommt zahlreich, bleibt antifaschistisch.

Eberswalde-Roman – Lesung mit Musik

DAS BISSCHEN ZEUG ZUR EWIGKEIT   Osburg Verlag 2013

Donnerstag, 24. April 2014 um 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) im EXIL, Am Bahnhof Eisenspalterei

mit Schortie Scheumann und Pitty Piatkowski (git.) in Anwesenheit von Wilhelm Bartsch, bebildert von Günther Rinnhofer

Die Erlebnisse von Franz Florschütz in der Heimatstadt des Autoren Wilhelm Bartsch fügen sich zu einer gesellschaftlichen Zustandsbeschreibung der Nachkriegszeit, in der die Russen allgegenwärtig sind und über alles vor 45 beharrlich geschwiegen wird, und stehen beispielhaft für die damaligen Konfliktlinien, die zwischen Ost- und West verlaufen und doch eher zwischen den Generationen während einer großen Jugend- und Kulturrevolution.

Hier eine Hörprobe.