Omas liebste Katze wird zu Omas Pferd Darth Vader

Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren sind in der 1. Ferienwoche zu einer spannenden Theaterwoche eingeladen. Vom 14. bis zum 18. Juli entwickeln Anna Siegenthaler und Hamze Bytyci mit den Kindern eine spannende Geschichte. Das bedeutet viel Spiel, Spaß und Abenteuer.

Los geht es immer um 9.00 Uhr und um 15.00 Uhr ist Ende. Es gibt ein Mittagessen und alles ist kostenfrei.

Am Freitag begrüßen wir dann am Nachmittag gern die Eltern zu einer kleinen Präsentation.

Hier gibt es gleich mehr Informationen ……..Verkleidungen, Musik, Tanz, Malen, Video ……

Durchführungsort: Seminarraum der Ausstellungsbaracke und Hof, Erinnerungsort Eisenspalterei (EXIL), Am Bahnhof Eisenspalterei, 16227 Eberswalde

Anmeldung bei Kai Jahns, Tel.: 0163/4454711 oder tolerantes_eberswalde@web.de.

 

Die Theaterwoche wird im Rahmen des Programms “tanz + theater machen stark” des Bundesverbandes Freier Theater gefördert.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms “Kultur macht stark”.

Widmung im Bürgerbildungszentrum erinnert an Amadeu Antonio und bekennt sich

Am 9. August eröffnet das Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio.

Eine Widmung im Eingangsbereich wird an Amadeu Antonio und den rassistischen Mord an ihn erinnern. Sie ist gleichzeitig ein Bekenntnis dafür, dass sich etwas ändern muss. Hier der vollständige Text, auf den sich heute Vertreter/innen des Afrikanischen Kulturvereins Palanca e.V., der Barnimer Kampagne Light me Amadeu und der Stadtverwaltung Eberswalde geeinigt haben:

Amadeu Antonio

Amadeu Antonio wurde am 12.08.1962 in Quimbele, Angola geboren. 1987 kam er als Vertragsarbeiter nach Eberswalde. Statt des erhofften Studium der Flugzeugtechnik erwartete ihn der Einsatz im Schlacht- und Verarbeitungskombinat Eberswalde (SVKE). Am 24.11.1990 wurde er zusammen mit mehreren Schwarzen Kollegen von einer großen Gruppe junger Erwachsener verfolgt, angegriffen und brutal misshandelt. Am 6.12.1990 erlag er seinen schweren Verletzungen.

Der Mord an Amadeu Antonio war einer der ersten aus rassistischen Motiven nach der deutschen Vereinigung. Es folgten in kurzer Zeit weitere Angriffe und Attentate in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Solingen, Mölln und vielen anderen Städten in Ost- und Westdeutschland. Auch in Eberswalde wurden weiterhin Schwarze, ihre Partnerinnen und Kinder beleidigt, bedroht und verletzt.

Eberswalde nach dem Mord

Die Tat und ihre Umstände schockierten Menschen in Deutschland und im Ausland. Einige Eberswalderinnen und Eberswalder solidarisierten sich mit den Schwarzen. Gemeinsam wurde eine Gedenktafel am Ort des Verbrechens angebracht. Im Afrikanischen Kulturverein Palanca e.V. organisierten sich die ehemaligen Kollegen von Amadeu Antonio, ihre Familien und andere Schwarze und Weiße, um zur Überwindung von Rassismus beizutragen. Langsam wuchs eine zivilgesellschaftliche Bewegung mit Initiativen und Orten, die sich für den Schutz von Minderheiten und gegen Rassismus engagiert. Die Erinnerung an Amadeu Antonio ist Teil davon.

Bürgerbildungszentrum

2012 beschloss die Stadtverordnetenversammlung dieses Haus nach Amadeu Antonio zu benennen. Hier sind die Stadtbibliothek, die Kita “Haus der kleinen Forscher” und zahlreiche Bildungsinitiativen und soziale Vereine untergebracht.

Martin Luther King sagte 1963:

“Ich habe einen Traum. Dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einem Land leben, wo sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden.”

Wir wollen im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio daran arbeiten, diese Vision wahr werden zu lassen.

Erinnerung an den 1. Weltkrieg in Polen und Deutschland, Studienreise und Konferenz am 28. Juni 2014

Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg. Wie steht es um die nationale Erinnerung in Polen und Deutschland? Was zeichnet diese aus und wie entwickelt sie sich? Und ganz praktisch: Was ist mit den Denkmälern für die deutschen Weltkriegstoten im Westen Polens?

Die Teilnahme an der Studienreise und der Konferenz ist kostenfrei; um Anmeldung wird gebeten: p_r_migdalski@poczta.onet.pl (in deutscher Sprache möglich)

Programm:

9.00 – 14.00 Uhr Studienreise: Spurensuche an Gedenkorten des 1. Weltkriegs; Führung: Dr. Pawel Migdalski; Kriegsfriedhof in Stargard Szczeciński – Jolanta Aniszewska (Archäologisches-Historisches Museum in Stargardt)

9:00 Abreise in Stettin, Busbahnhof PKS, Stand 1

14.00 Uhr Spaziergang durch Moryń und Mittagessen im Restauracja pod Rakiem, Moryń

16.00 Uhr Konferenz “Der große vergessene Krieg” im Konferenzsaal des regionalen Büros des Geoparks in Moryń, pl. Wolności 2

Für Simultanübersetzung wird gesorgt.

  • Dr. Andreas Lawaty (Das Nordost-Institut, Lüneburg) – Erster Weltkrieg neu beleuchtet
  • Prof. Dr. Jan M. Piskorski (Universität Stettin) – „Selbstmord Europas” oder „Rückkehr Europas”. Streit um den Ersten Weltkrieg.
  • Dr. Paweł Migdalski (Universität Stettin) –  Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Pommern nach 1945 – ausgewählte Fragen.
  • Diskussion, Moderation: Dr. Paweł Migdalski, Robert Ryss

19.15 Uhr Dona nobis pacem – Konzert in der Heiligen-Geist-Kirche in Moryń, gewidmet den Opfern des Ersten Weltkriegs – Chor des Collegiums Maiorum des Westpommerschen Technischen Universität in Stettin, Leitung: Paweł Osuchowski, im Programm unter anderem ein Teil der Friedensmesse von Wojciech Kilar.

ca. 20.00 Uhr Besichtigung der Heiligen-Geist-Kirche

20.30 Uhr Abendessen – optional

22.00 Uhr Abfahrt mit dem Bus nach Stettin

Veranstalter: Kulturhistorischer Verein „Terra Incognita”

in Zusammenarbeit mit dem Eberswalder Zentrum für demokratische Kultur, Jugendarbeit und Schule e.V., dem Historisch-Archäologischen Museum in Stargard, der Gemeinde Moryń und der Heiligen-Geist-Kirchengemeinde in Moryń

Gefördert aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

A PONY NAMED OLGA und Hickoids am 8. Juni (Pfingstsonntag) im EXIL, Einlass 20.00 Uhr, Beginn 21.00 Uhr

Texasgarageskabillypunk und Selbstmitleid” definieren A PONY NAMED OLGA ihre Musik gerne selbst. Rock ’n’ Roll Cowpunk, Polka und schwarzer Humor erwarten uns und dazu Stunts, die leicht in der Leichenhalle enden könnten. Die drei Jungs sind gerade erfolgreich durch die USA getourt, haben eine unglaubliche Bühnenpräsenz und ihre Musik ist 150 % tanzbar.

Das brandneue 4. Album – The Black Album enthält dunkle Erzählungen und wahre Geschichten aus dem Leben auf der Straße … alle in Schweiß und Bier getränkt, wälzen sich auf dem Friedhof mit Ponys und Löwenzahn.

Der Sänger Heini Hempel über den Namen der Band und Pferde: Eine Faszination für Gäule habe ich eigentlich nicht. Unser Bassist Lloyd Clark hat in Amerika tatsächlich Hufschmied gelernt, aber war bei der Namensgebung noch nicht dabei. “A Pony Named Poldi” war ein Kinderbuch meiner Tochter. Ich habe Olga für Poldi eingesetzt – fertig. Pferd auf der Pizza oder in der Lasagne? – Ich würde eher Pferd essen von einem Gaul von der Weide als ein Schwein, das noch nie die Sonne gesehen hat.

Bassist Lloyd Clark und seine Frau Trinity Sarrett waren mit den Cry Babies zuletzt im Januar bei Guten Morgen Eberswalde, und Sarrett war als Trixie Trainwreck No Man Band mit ihrem Soloprogramm Hard Workin’ Girl  sowohl auf dem Marktplatz von Eberswalde als auch im EXIL. Es handelt sich also um alte Bekannte.

Die Hickoids gibt es seit 1984 und nach jahrzehntelangem schlechten Verhalten (Trunkenheit, ewige Armut, Rechtsbrüche) schlagen sie nun im EXIL auf. Ihr Cow-Tex-Punk-Rock klingt kein Stück in die Jahre gekommen und sie spielen mit einem großen ironischen Grinsen im Gesicht und singen Texte wie “If drinkin´ don´t kill me, kill me”.