24. Todestag von Amadeu Antonio, einem Opfer rassistischer Gewalt

In der Nacht vom 24. zum 25. November wurde der Angolaner Amadeu Antonio in Eberswalde von einem rassistischen Mob brutal zusammengeschlagen. Er starb 11 Tage später an den schweren Verletzungen.

Heute wird mit einer kleinen Aktion der antifaschistischen initiative eberswalde auf dem Marktplatz an Amadeu Antonio erinnert.

Am 6. Dezember besteht von 10.00 – 14.00 Uhr die Möglichkeit an der Widmungstafel im Eingangsbereich des Bürgerbildungszentrums (BBZ) Amadeu Antonio Kerzen aufzustellen und Blumen abzulegen.

Der Afrikanische Kulturverein Palanca e.V. und die Barnimer Kampagne Light me Amadeu laden am gleichen Tag zum Gedenken am Ort des Verbrechens ein.  Um 15.00 Uhr wird in der Eberswalder Straße 26 an der Gedenktafel neben dem Vorsitzenden des Afrikanischen Kulturvereins Palanca e.V. Jone Munjunga auch der Bürgermeister Friedhelm Boginski das Wort ergreifen. (Link zum Interview mit Jone Munjunga zum Mord an Amadeu Antonio und seinem damit verbundenen persönlichen Schicksal)

Am 7. Dezember geben dann der Singer/Songwriter, Vocalist & Live-Looper JoKaa, die Schauspielerin, Sängering und Autorin Lara Sophie Milagro, der Dichter und Spoken Word Performer Philipp Khabo Köpsell und Temye Tesfu, Spoken Word Poet und Lyriker, ein Konzert im Saal des Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio.

Es geht um Rassismus, Postkolonialismus, unsere Gesellschaft und afrodeutsche Identitäten.

Schon am 27. November zeigt das Jugendbündnis F.E.T.E. (Für Ein Tolerantes Eberswalde) um 19.00 Uhr den Film “Can’t be silent – on Tour with the Refugees” im Saal des BBZ Amadeu Antonio.

MONSTER, HELDEN UND FAMILIEN – Theater mit Kindern im Alter von 9 – 12 Jahren

Die erste Premiere für das Jahr 2015 ist gesichert. Seit dem 12. November proben wir mit Kindern, unter anderem aus dem Hort Kinderinsel, jeden Mittwioch im EXIL an einer Inszenierung, die am 27. März 2015 zur Aufführung kommen wird.

Monster bringen uns zum Fürchten. Manchmal sind wir auch neidisch auf sie, denn sie scheinen einfach alles zu dürfen. Und was steckt eigentlich hinter der rauhen Schale des Monsters? Wie lebt ein Held? Aus welcher Familie kommt sie oder er? Was weiß die Familie des Helden über seine Heldentaten? Wo begegnen sich Monster und Helden für gewöhnlich?

Die Inszenierung “Monster, Helden und Familien” gibt den beteiligten Kindern Raum Familiengeschichten von Fantasiefiguren zu erfinden. Real Erlebtes mischt sich mit lustvoll Erlogenem. Das entwickelte Material wird gemeinsam mit einem künstlerischem Team in eine Form gebracht. Ein Autor, eine Regisseurin, eine Bühnen- und Kostümbildnerin und ein Musiker geben den Kindern einen professionellen Rahmen. Die Kinder erleben den Freiraum, den das Erfinden und Erzählen von Geschichten geben kann.

Die Betrachtenden werden einen Einblick in die Welt der Kinder erhalten, einen Einblick in die Sicht der Kinder auf die Erwachsenenwelt. Sie können uns einen Spiegel vorhalten, in den wir ohne sie nicht blicken könnten.

Leitung: Kai Jahns, Heike Scharpff (Regie), Anna Siegenthaler (Pädagogik). Autor / Dramaturgie: gerade wieder offen, Ausstattung: Lea Walloschke, Musik: Ansgar Tappert

Die Inszenierung “Monster, Helden und Familien” wird im Rahmen des Programms “tanz + theater machen stark” des Bundesverbandes Freier Theater gefördert. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung”.