Zum “Flagge zeigen” gehört auch die Opfer rechtsextremer Gewalt zu würdigen.

Heute vor 15 Jahren wurde Falko Lüdtke durch einen Nazi in Eberswalde zu Tode gebracht.

Bis heute verwehren die Sicherheitsbehörden die Anerkennung der Tat als rechtsextremes Tötungsdelikt. Vielmehr wurden Angehörige der Zivilgesellschaft während der damaligen Ermittlungen durch die Kriminalpolizei unter Druck gesetzt, sich dahingehend nicht zu äußern.

Die Zugehörigkeit des Täters zu einer rechtsextremen Gruppe, die sich auch am Tattag in unmittelbarer Nähe versammelte, war nie Gegenstand öffentlicher Erörterungen. Es handelte sich dabei um Teile eines Milieus, von dem vor und nach dem Tod von Falko Lüdtke immer wieder Gewalttaten mit rechtsextremem und rassistischem Hintergrund ausgingen.

Ein offizielles Gedenken an den Tod von Falko Lüdke findet in Eberswalde bisher nicht statt.

Eine aktuelle Pressemitteilung des Vereins Opferperspektive findet sich hier.

Ergänzung: Nicht alle Polizisten sperrten sich damals gegen eine Diskussion und einen daraus möglichen Erkenntnisgewinn. Der Schutzbereichtsleiter war zu dieser Zeit Hans-Jürgen Klinder. Er führte intensive Gespräche mit dem Freundeskreis von Falko Lüdtke und das ganz offensichtlich ohne den Wunsch nach Informationen über die “linke Szene”.