Das Fremde – zwischen Angst und Mitgefühl

OZON unterwegs am 29.02.2016  um 22.15 Uhr im rbb-Fernsehen

Vorurteile gegenüber Fremden, sagen Wissenschaftler, entstehen aus kindlichen Prägungen, sozialen Ängsten, gestörter Identität, aber auch völkischer Propaganda wie die der Nazis.  Es gibt viele Gründe, weshalb seit Herbst 2014 Menschen vor allem in Ostdeutschland auf die Straße gehen, längst nicht alle ihre Forderungen sind fremdenfeindlich oder rassistisch. Doch Sprache und Denken radikalisieren sich. Was hat das mit der DDR-Geschichte zu tun? Droht eine Spaltung der Gesellschaft? Um die zu verhindern, setzt der Chef der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen, Frank Richter, auf Dialog. Die Dresdner Kreuzkirche öffnet dafür ihr Tore, vielerorts gibt es Bürgergespräche. Und das Brandenburgische Eberswalde hat die Erfahrung gemacht, dass Fremdenfeindlichkeit erst zurückgedrängt werden kann,  wenn Politik und Staatsmacht klar dagegen vorgehen. Hier starb vor 25 Jahren der Angolaner Amadeu Antonio durch einen rassistischen Überfall. Heute ist Eberswalde eine Stadt der Toleranz. Ein Miteinander verschiedenster Nationalitäten wird im Comenius-Garten in Berlin-Neukölln gelebt, einer Insel im Meer von hitzigen Debatten über die Integration von Zugezogenen.

Pressetext des rbb

Anti-Rassismus-Training mit Phoenix e.V., 16 h Kurs (für Angehörige der deutschen Mehrheitsgesellschaft)

Termine und Orte:

Grundschule Schwärzesee, Kyritzer Straße 29 in 16227 Eberswalde

  • Donnerstag, 10. März von 14.00 Uhr – 18.30 Uhr
  • Freitag, 11. März von 14.00 Uhr – 18.30 Uhr

Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13 in 16225 Eberswalde

  • Samstag, 12. März von 9.00 Uhr – 18.30 Uhr (mit Mittagspause)

Referent*innen: Ute von Essen, Merih Ergün

Mit einem Anti-Rassismus-Training sollen Unterstützer*innen von Kinder und Jugendlichen mit Fluchterfahrung im Umfeld von Schulen / Bildungseinrichtungen und im Hinblick auf Inklusion durch Bildung in ihrem Handeln gestärkt werden.

Im Anti-Rassismus-Training geben wir den Teilnehmer *innen die Möglichkeit Mechanismen des Rassismus zu entdecken und Wege zu einer Verringerung zu finden.
Gegenstand des Anti-Rassismus-Trainings für Angehörige der deutschen Mehrheitsgesellschaft
•             ist die kognitive und emotionale Auseinandersetzung mit Rassismus.
Inhalte sind:
•             die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Bildern im Rassismus
•             die Geschichte des Rassismus
•             die Mechanismen des Rassismus
•             die kritische Weißseinsforschung und Fragen zur weißen Identität
•             die Vermittlung von Fertigkeiten zur Strategiebildung

 

Die Teilnahme sollte durchgängig, eigenmotiviert und freiwillig sein.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Für Verpflegung erheben wir einen Unkostenbeitrag von 10,00 Euro.

Anmeldung bei Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit, Telefon: 0163 / 4454711, E-Mail: tolerantes_eberswalde@web.de

Gefördert von der Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg und der Freudenberg Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Barnim Uckermark

Fortbildung für Ehrenamtliche zu Traumatisierung von Menschen mit Fluchterfahrung am 11. Februar

Donnerstag, den 11. Februar von 16.00 – 19.00 Uhr in der Alten Forstakademie, Stadtcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswade, Schicklerstraße
Das Seminar richtet sich an Ehrenamtliche, die auf verschiedenen Gebieten mit Menschen zusammen arbeiten, die vor Krieg, Terror und Ausgrenzung geflüchtet sind und in ihrer Heimat oder auf der Flucht Gewalt in verschiedenster Form erlebt bzw. mit angesehen haben. Viele dieser Menschen sind von schrecklichen Erlebnissen und Angst gekennzeichnet und traumatisiert. Für Freiwillige, die Geflüchtete unterstützen, ergeben sich daraus Unsicherheiten und Fragen, wie etwa: Wann sollte fachliche Unterstützung hinzugezogen werden? Wie bespreche ich einen solchen Bedarf mit den Betroffenen? Wie kann und sollte ich mich selbst abgrenzen? Wo erhalte ich Unterstützung und individuelle Beratung?

Der Psychologe Dr. Boris Friele vom Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin e.V. wird eine Einführung in die Thematik geben und Handlungsansätze vorstellen sowie konkrete Fragen beantworten, die sich aus der ehrenamtlichen Tätigkeit ergeben.

Zirkusprojekt startet am 12. Februar im BBZ Amadeu Antonio

Jonglieren, Akrobatik und Clownerie

Für Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren startet an diesem Freitag ein wöchentlicher Zirkuskurs. Bis zum Mai wird die Gruppe immer von 16.00 – 17.00 Uhr von der Künstlerin Janine Klemm insgesamt 16 x angeleitet. Wir nutzen den Saal des Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio in der Puschkinstraße 13.

Das Angebot richtet sich an Kinder mit und ohne Fluchterfahrung. Es geht um das Miteinander in der Gruppe, Körpererfahrung und Bühnenpräsenz.

Am Samstag, den 21. Mai präsentiert sich die Gruppe beim Familientag am Ende der 2. Eberswalder Familienwoche.

Derzeit sind noch Teilnahmeplätze für Kinder mit Fluchterfahrung frei.

Wir werden von der Stadt Eberswalde unterstützt und das Angebot ist kostenfrei.

Für Informationen steht Kai Jahns zur Verfügung, Tel.: 0163 4454711.